Sozialverband – 70 Jahre Ortsverband Neuenkirchen am 18.06.2017 um 17 Uhr in der Gaststätte Hesse in Varensell

Liebes Vorstandsteam, liebe Mitglieder des Sozialverbandes, liebe Gäste der heutigen Geburtstagsveranstaltung,

60 Jahre und kein bisschen weise, sang einst der legendäre Curd Jürgens, ich möchte das ein wenig umändern in „70 Jahre und kein bisschen leise“ – Sie feiern Ihr 70jähriges Bestehen, und Sie sind tatsächlich garantiert eines nicht als Verband, nämlich leise.

Der Sozialverband muckt auf landauf und landab, er macht sich laut und macht sich stark für Menschen die nicht nur Hilfe und Unterstützung benötigen, sondern sie sonst auch nicht erfahren dürfen.

Seit 1917 gibt es insgesamt Ihre Organisation in Deutschland, seit 1947 auch hier in Neuenkirchen. Beide Daten lassen erahnen, worauf die Gründung abzielte – den vielen von den beiden Weltkriegen Betroffenen unbürokratisch zu helfen und ihnen zur Seite zu stehen.

Der Sozialverband, früher Reichsbund genannt, war einst eine Selbsthilfeorganisation für Kriegsopfer und Hinterbliebene von in den Kriegen Gefallenen. Nur mit dieser Zielsetzung wäre er natürlich irgendwann von der Auflösung bedroht gewesen, doch zum Glück gibt es Sie auch weiter. Zum Glück für viele Menschen, die ohne Ihr Engagement wohl sprichwörtlich im Regen stehen würden. Sie machen auf soziale Missstände aufmerksam, halten Kontakt zu allen bundesweiten und regionalen Entscheidungsträgern, Sie sind Partner in allen sozialen Fragen und dabei für die Altersgruppe der Rentner, für behinderte und chronisch kranke Menschen, für Pflegebedürftige und Sozialhilfeempfänger, aber zum Beispiel auch für Opfer von Arbeitsunfällen im Einsatz. Und Sie haben seit Jahren Zulauf, die Mitgliederzahlen steigen, ein Zeichen dafür, dass in unserer Gesellschaft leider auch die Bedarfe steigen.

Ihre Ziele sind vielfältig, sie möchten, fordern und setzen sich auch ein für ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit.  Sie tun das auch mit Hilfe Ihrer Vorstandsmitglieder, die sich ehrenamtlich engagieren, dafür gebührt dem Team sicher gerade auch an einem solchen Tag ein großer Applaus.

Ich wünsche Ihnen im Namen von Bürgermeister Andreas Sunder, der in diesen Tagen offiziell in unserer französischen Partnerstadt Riberac weilt und die Freundschaft der Rietberger mit den Menschen dort weiter vertieft, und im Namen des gesamten Rates, dass Ihr Engagement nicht nachlässt und vor allem, dass es in jedem Einzelfall auch von Erfolg gekrönt sein wird.